Sequentielle Samplingmodelle für binäre Entscheidungen

Prof. Dr. Adele Diederich

Life Sciences & Chemistry, Jacobs University

 

Psychologische Theorien des Entscheidens befassen sich damit, wie Personen sich tatsächlich entscheiden und nicht, wie sie sich entscheiden sollten. Ein Beispiel ist die Prospect Theory (PT), die Risikoeinstellungen des Entscheiders in Abhängigkeit vom erwarteten Gewinn oder Verlust erklärt und somit verschiedene Framing-Effekte beschreiben kann. PT jedoch ist deterministisch und statisch und kann weder die beobachtbaren Fluktuationen beim Entscheiden erklären noch Effekte, die unter Zeitdruck entstehen. Das hier vorgestellte Modell verbindet verschiedene theoretische Ansätze, - PT, Dual Process Model, Decision Field Theory (DFT), MultiAttribute Attention Switching (MAAS) Model - um das Entscheidungsverhalten in einer Vielzahl von Wahlsituationen zu erklären.