Universelle Eigenschaften des Entscheidens

Geistes - Ingenieur - Natur - Sozialwissenschaften

 

Alle Lebensformen auf der Erde müssen Entscheidungen in der einen oder anderen Weise treffen, um zu überleben, Nachkommen zu sichern, oder ihre spezifische Nische im Ökosystem unserer Erde auszugestalten und einzunehmen. Im täglichen Leben fällen Menschen ununterbrochen Entscheidungen, allein oder zusammen mit anderen. Wir sind uns selbst gewahr. Wir glauben, dass wir bewusste und wissensbasierte Entscheidungen treffen. Im Gegensatz dazu stehen einfache Lebensformen z.B Hydren oder Schleimpilze, die kein Gehirn oder nicht einmal ein Nervensystem haben. Nichtsdestoweniger zeigen sie ein komplexes Verhalten, um optimale Entscheidungen zu treffen, die ihr Überleben sichern. Fasst man allgemein Entscheidungsprozesse als die Suche nach einer optimalen Lösung auf, lassen sich auch unbelebte Prozesse als Entscheidungsprozesse verstehen, wie sie z.B. in der Logistik, Telekommunikation oder der Robotik auftreten.

 

An den Bremer Universitäten und Instituten findet sich die Entscheidungsforschung sowohl in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften als auch in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Ein vielfältiges Fächerspektrum an der Universität Bremen und der Jacobs University trägt aktiv zu diesem spannenden Forschungsfeld bei. Bremer Wissenschaftler stellen im 2-wöchigen Rhythmus ihre verschiedenen Disziplinen und Sichtweisen vor. Welche Mechanismen von Entscheidungsprozessen gibt es? Existieren, unabhängig von einer speziellen Lebensform oder einem speziellen Prozess, gemeinsame universelle Eigenschaften des Entscheidungsverhaltens?

 

Kommende Veranstaltungen

Schalter, Module, Hierarchien – Was biologische Netzwerke über zelluläre Entscheidungsprozesse verraten

Prof. Dr. Marc-Thorsten Hütt, Jacobs University

 

25.10.2017, Rotunde (Cartesium), 16-18 Uhr

 

Mit den Begriffen 'Netzwerkbiologie' und 'Netzwerkmedizin' verbindet sich seit knapp 20 Jahren die Hoffnung, aus der Architektur der großen molekularen Netzwerke in biologischen Zellen (Genregulation, Metabolismus, Signaltransduktion, Proteininteraktion) eine Theorie biologischer Systeme abzuleiten. Abstract

Advanced Formal Techniques along the Design Flow

Prof. Dr. Rolf Drechsler, Universität Bremen

 

08.11.2017, Rotunde (Cartesium), 16-18 Uhr

 

The talk gives an overview of the development of solve engines and automatic decision procedures over the past two decades. It is shown how the core techniques work and what the main paradigms behind a successful automatic engine are. Not only Boolean techniques, like BDD and SAT, are presented, but also extensions to word-level descriptions for decision diagrams and solve engines exploiting additional theories. Abstract

Mittwochs 16-18 Uhr
Zweiwöchentlich!

Rotunde im Cartesium
Enrique-Schmidt-Straße 5
28359 Bremen

 

Weitere Informationen unter

decisions(at)uni-bremen.de